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TTV Dresden I gegen Post SV Dippoldiswalde, Ergebnis: 9 zu 7 (Auswärts)

Mit einem blauen Auge kam die erste Männervertretung des TTV nach über einmonatiger Pause beim heutigen Spiel gegen Dips davon und hat beim 9-7-Erfolg geradeso den Kopf aus der Schlinge gezogen.
Die im Abstiegskampf befindlichen, sympathischen Gastgeber vom Post SV Dippoldiswalde laufen seit Rückrundenbeginn mit südamerikanischer Verstärkung, in Gestalt von Hernando Rose Franco Zambrano, auf.

Bereits beim 7:9 gegen starke Radeburger konnten sie ein erstes kleines Ausrufezeichen setzen und hätten auch an diesem Abend die letzten Relegationsträume des TTV Dresden im Keim ersticken können.
Doch der Start in die Partie verlief zunächst planmäßig. Die 2:1-Doppelführung durch Anton/Fehring und Bochmann/Preuß (nunmehr 10:1) legte einen guten Grundstein, auch wenn das Spitzendoppel nach einer 2:0-Satzführung noch über die volle Distanz gehen musste.
Im oberen Paarkreuz ergab sich eine deutliche, aber auch gerechte Punkteteilung. Lehmann musste gegen Bormann passen, doch Anton hatte den jungen Franco Zambrano im Griff. Mittig dann das Break, Fehring konnte sich erstmals in vier Sätzen gegen den runtergerückten Eifler durchsetzen und Bochmann revanchierte sich für seine Hinrundenniederlage gegen Felix in einem ganz starken Topspin- und Blockspiel – 5:2-Führung. Anschließend blieb Preuß gegen Friebel überraschend blass, doch Simon stellte den alten Abstand wieder her.
Nach dem deutlichen 3:0-Erfolg von Aton über Bormann, patzte Lehmann erneut und hatte dem Südamerikaner nichts entgegenzusetzen. Im Rahmen hielt sich dann zunächst die Punkteteilung im mittleren Paarkreuz. Der wiedererstarkte Bochmann hatte gegen Eifler nur im dritten Durchgang seine Probleme, puttete aber schließlich sicher zum 3:1 ein. Wesentlich spannender waren die ersten vier Sätze zwischen Fehring und Felix. Nachdem der Dresden den ersten Satz knapp für sich entscheiden konnte, hagelte es 2 2/3-Sätze lang Prügel. Beim Stand von 3 zu 8 besann sich Fehring jedoch noch einmal und konnte sogar den Satz für sich verbuchen (2:2). Im Entscheidungssatz knüpfte er dann aber an die Leistungen der vergebenen Sätze an und musste vor allem die Blockstärke seines Kontrahenten anerkennen – 8:5-Zwischenstand, nicht mehr planmäßig, aber was soll bei 2:0-Satzführung für Simon gegen Friebel noch groß passieren?
Die Antwort: Jede Menge!!! Friebel agierte zunehmend offensiver und drehte noch das gesamte Match. Unser Dauerbrenner Preuß, immerhin bester Spieler im unteren Drittel, fand heute trotz Kampfeswille nicht in seinen Spielfluss und musste den stetig besser spielenden Hasl zum 3:1-Erfolg gratulieren – 8-7 und ganz knapp vorm Ausscheiden im Rennen mit Burgstädt um den Relegationsplatz, welcher im Falle des Sieges zum Aufstieg in die Landesliga berechtigt.
Die TTV-Gesichter wurden immer länger, die Euphorie schwand – ein Glück, dass das Einser Doppel noch nicht am Gerstensaft nippte, denn es kam zum zweiten Entscheidungsdoppel für Anton/Fehring in dieser Saison. Beim ersten Anlauf gab es gegen Naujoks/Phan noch einen Einlauf (0:3), nun wartete die Kombo Bormann/Eifler, welche bisher nur in ihren vier Abschlussdoppeln klein beigeben mussten, sich sonst aber in zwölf Eingangsdoppeln schadlos hielten. Die Morgenluft witternden Gastspieler legten auch gleich los wie ein Wirbelwind und gewannen den ersten Satz mit 11:4. Wow, in der TTV-Ecke war es plötzlich mucksmäuschenstill, alle sahen die Aufstiegschancen schwinden. Pünktlich zum zweiten Satz kam allerdings wieder Stimmung auf, der Kampfgeist war geweckt und Anton/Fehring agierten immer sicherer. Nach 12:10, 11:8 und 11:5 für´s TTV-Doppel (Bilanz: nunmehr 14:1 Punkte – wer hätte das nach den beiden Niederlagen anfangs im Freundschaftsspiel gegen die zweite Mannschaft des TTV gedacht?) konnten dann alle Dresdner wieder aufatmen, denn der siegbringende neunte Gewinnpunkt war eingefahren (9:7 bei 33:29 Sätzen).
Puhhhh, das muss besser werden und zwar schon in wenigen Stunden gegen Radeburg, sonst hat sich der Traum von der Landesliga ganz schnell ausgeträumt.
Den „Dipsern“ bleibt zu wünschen, dass sie die Klasse halten, jung, sympathisch und das Zeug für ein weiteres Jahr Bezirksliga haben sie allemal.

Überragender Mann des Spiels: Edwin Anton mit der vollen Punkteausbeute von 3 Punkten, aber auch Steffen Bochmann mit 2,5 von 2,5 möglichen Punkten.

Punkteverteilung: Anton(3,0), Lehmann(0), Bochmann(2,5), Fehring(2,0), Simon(1,0), Preuß(0,5)

   
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