Sensation

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TTV Dresden I gegen TTC Elbe Dresden II, Ergebnis: 12 zu 3 (Heim)

Nach den beiden knappen 9:7-Zittersiegen gegen Dippoldiswalde und Radeburg, stand letzten Freitag ein weiteres “Alles-oder-Nichtsspiel“ gegen die zweite Vertretung von Elbe Dresden auf dem Plan. Beim TTV wurde der verhinderte Preuß durch Stephan Richter, beim TTC der fehlende Pilsczek durch André Lange ersetzt.

Der Respekt vor den gut aufgestellten Elbianern war vor Spielbeginn gehörig, schließlich konnten sie in der laufenden Saison mehrfach gegen Dresden Mitte 3 (2x 8:8) und Burgstädt (1x 8:8) punkten, andererseits würde ein Punktverlust unsererseits die Relegationschance drastisch minimieren. Auch mit einer Wiederholung des sensationellen 12:3-Hinspielerfolgs konnte nicht gerechnet werden.
Die Doppelbegegnungen verliefen allesamt sehr ausgeglichen. Das Spitzendoppel Anton/Fehring musste in jedem Satz einem 2-3 Punkterückstand hinterherlaufen und tat dies auch mit optimalen Erfolg (knappes 3:0 gegen Götschkes/Legler). Lehmann und Simon zeigten einmal mehr ihre aufsteigende Form und konnten dem gegnerischen Spitzendoppel Jahn/Jähne (10:5 Bilanz) den Zahn ziehen (3:2) – ganz wichtiges Break. Anschließend konnten Bochmann/Richter eine 2:0-Führung nicht ins Ziel retten und mussten in den Entscheidungssatz, welcher allerdings recht souverän gewonnen werden konnte. 3 zu 0, was für eine faustdicke Überraschung.
Gleich zu Beginn der Einzelrunde konnte man spüren, dass Götschkes sich für die unglückliche Vorrundenniederlage gegen unseren Einser revanchieren wollte und er dominierte, nach knapp gewonnenem ersten Satz, die folgenden zwei Sätze in beeindruckender Manier (Anton 0:3). Auch Lehmann tat sich zunächst schwer gegen einen furios aufspielenden Jahn, konnte sich aber seiner Stärken besinnen und legte zur 4:1-Führung für den TTV nach. Es folgten zwei 50:50-Spiele zwischen Bochmann – Diga und Fehring – Jähne. Beide TTV-Spieler hatten wie erwartet wesentlich größere Probleme als in der Vorrunde, als sie beide Gegner besiegen konnten. Natürlich mussten beide Spiele über die volle Länge gehen und unter tosendem Applaus der 20 Zuschauer konnten beinahe zeitgleich die Punkte 5 und 6 eingehamstert werden.
Simon hatte gegen Ersatzmann Lange arge Probleme und Debütant Richter verlor nach dem siegreichen ersten Satz zunehmend die Kontrolle über das Spiel, sodass ein stark aufspielender Legler den zweiten Punkt für Elbe einfahren konnte. Am Nachbartisch behielt Simon geradeso die Nerven und gewann das Spiel, welches in jedem Satz mit nur zwei Punkten Differenz entschieden wurde, im Fünften. Sensationelle 7 zu 2 Halbzeitführung, doch Vorsicht war geboten.
Bei Anton machte sich seine schlechte Tagesform auch im zweiten Spiel gegen Jahn bemerkbar, allerdings ließ er diesmal nicht den Kopf hängen und konnte das sage und schreibe sechste Spiel am heutigen Abend im fünften Satz für den TTV Dresden entscheiden. Für den einzigen Fünf-Satz-Erfolg der Gäste sorgte anschließend Götschkes, welcher sich in einem sehr ansehnlichen Spiel gegen Lehmann durchsetzen konnte.
Den Siegpunkt konnte Bochmann gegen Jähne einfahren, mit dem 15:13 im vierten Durchgang wurde es noch einmal ganz laut in der Halle – geile Stimmung, DANKE dafür! Fehring hatte bei seiner 7:3-Führung gegen Diga den ersten Satzgewinn überhaupt in drei Duellen in der Hand, aber musste weiter warten. Doch nach wenigen Minuten war der Bann gebrochen und zu aller Begeisterung sollten noch zwei weitere Sätze folgen (3:1).
Komplettiert wurde die perfekte Mannschaftsleistung von Simon und Richter. Simon gewann gegen einen nicht in sein Rhythmus findenden Legler mit 3:1 und Richter setzte sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Lange durch – in diesem Match gab es den spektakulärsten Ballwechsel des Spiels zu bestaunen, welcher vermutlich bald auf Video zu sehen sein sollte.
Das war mit Abstand die beste Saisonleistung der Mannschaft, doch wie viel dieser tolle Erfolg wirklich Wert ist, wird sich schon am kommenden Sonntag zeigen, wenn Burgstädt auf Radeburg trifft. Da bleibt zu hoffen, dass , vermutlich ersatzgeschwächte Radeburger, dennoch Paroli bieten können.

Punkteverteilung: Anton(1,5), Lehmann(1,5), Bochmann(2,5), Fehring(2,5), Simon(2,5), Richter(1,5)

   
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