2. Mannschaft dreht verloren geglaubtes Spiel

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TTV Dresden II gegen TTC Elbe Dresden 3 , Ergebnis: 9 zu 7 (Auswärts)

Was an diesem Sonntag Morgen beim Spiel der 2. Mannschaft und dem Gastgeber TTC Elbe Dresden 3 abging war an Spannung und Unterhaltung kaum noch zu überbieten! Doch der Reihe nach:

 

In der Anfangsphase waren wir vom Pech verfolgt bzw. Elbe hat einfach das Glück mehr auf seiner Seite. Denn vier von fünf 5. Satzmatches konnte Elbe alle für sich verbuchen. Hier sind besonders die Doppel hervorzuheben, wo den Gastgebern ein ums andere Mal ein Netz- oder Kantenball zur Hilfe kam. Daher musste sich sowohl Doppel 1 Sachsenweger/Klein als auch Doppel 2 Preuss/Hillmann im Entscheidungssatz geschlagen geben.

Nur unser Paradedoppel Menzel/Sulek verhinderte den Super-Gau. Im anschließenden Einzel konnte Sachsenweger der Nr. 1 von Elbe Christian Kietz nur im 1. Satz wirklich Paroli bieten. Kietz riss das Spiel in den Folgesätzen mehr und mehr an sich und sicherte dem Gastgeber nun einen 3:1 Vorsprung. Leider scheiterte Preuss denkbar knapp am herausragenden Dietmar Täubrich, so dass Elbe mittlerweile 4:1 führte. Menzel konnte gegen Lange jedoch voll überzeugen und schickte ihn 3:0 "duschen". Klein tat sich im anschließenden Match gegen Lehmann äußerst schwer, gurkte sich aber dennoch zu einem deutlichen 3:1 Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt sah es Gott sei Dank wieder etwas besser für uns aus. Leider verlor Hillmann in einem sehenswerten Spiel gegen den jungen Richter ebenfalls im Entscheidungssatz. Sulek hatte gegen den unbequem agierenden Sabel keine Chance und verlor 3:0. Spätestens jetzt konnte man die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis aufgrund des 3:6 Rückstandes fast schon begraben, doch die Kampfgeiester wurden geweckt und wir begannen die Aufholjagt. Preuss ließ dem noch ungeschlagenen Kietz im Duell der beiden Einser keine Chance und gewann deutlich mit 3:0. Sachsenweger agierte gegen Täubrich deutlich cleverer als unsere Nr. 1 und gewann auch mit etwas Glück auf seiner Seite mit 3:0. Bei Klein war an diesem Tag leider von Beginn an der Wurm drin, so dass er gegen Lange ebenfalls nicht überzeugen konnte. Doch es reichte trotzdem zu einem 3:1 Erfolg. Unsere Nr. 4 machte seine Sache sehr gut und fegte Lehmann mit 3:1 von der Platte.

Jetzt war die Wende geschafft. Aus einem 3:6 Rückstand hatte man eine 7:6 Führung gemacht. Mit Spannung wurden nun die beiden Duelle im hinteren Paarkreuz erwartet. Hier konnte Sulek seine ganze Erfahrung gegen Richter ausspielen und gewann souverän mit 3:1. Hillmann hatte im Spiel gegen Sabel leider keine Chance und musste 3:0 passen. 8 Punkte waren somit aber schonmal sicher und die Freude nach dieser Aufholjagd groß.

Doch man hatte ja noch die Chance auf den Sieg. Aber auch diese sollte nach anfänglichem Beginn im Doppel schnell begraben werden. Klein fand überhaupt nicht statt und Sachsenweger kam infolgedessen überhaupt nicht richtig ins Spiel. Der 1. Satz und 2 Satz ist schnell erzählt...eine klare Angelegenheit für Täubrich und Lehmann. Im 3. Satz steigerte sich unser Doppel 1 glücklicherweise etwas, so dass es zu einem knappen 13:11 reichte. Keiner weiß wie, aber man hatte diesen Satz, wenn auch mit etwas Glück für sich entschieden. Im 4. Satz wollten die beiden bis zum Umfallen kämpfen und man nahm sich Einiges vor. Es wurde sich richtig reingehangen, doch es nützte anfänglich nicht viel. Bei 6:8 Rückstand nahm unser Doppel 1 dann ein Matchwendende Auszeit. Trotz 7:10 Rückstand schaffte man den 10:10 Ausgleich. Was jetzt folgte ist kaum zu beschreiben. Ein Krimi vom allerfeinsten. Klein riskierte nun etwas mehr und fand ein wenig besser ins Spiel. Auch das Glück, sprich die Kanten und Netzbälle sollten sich besonders in diesem Satz ausgleichen. Man kämpfte und biss sich am Gegner fest. Es waren sensationelle Ballwechsel zu sehen, die besonders Täubrich mit seinem Anti-Belag kurz vorm Boden kratze und wieder auf die Platte brachte. Jede Seite hatte öfters die Gelegenheit diesen Satz für sich zu entscheiden. Doch es dauerte lange und man fühlte sich in alte Zeiten vor Änderung der Zählweise bis 11 zurückversetzt, denn dieser Satz endete dann in einem nervenaufreibenden Endspurt 21:19 für Sachsenweger/Klein. Im 5. Satz zeigte man dann von Beginn an, wer "Herr im Hause" ist (auch wenn man auswärts spielte:-)) und erarbeitete sich schnell einen komfortablen 6:2 Vorsprung. Doch auch dieser sollte nach einer Auszeit der Gastgeber wieder etwas schmilzen. Zum Glück aber nur etwas. Täubrich/Lehmann kamen nochmal auf 6:8 und 7:10 ran, ehe Klein mit einem sensationellen "Seitfallschmetterball" aus der Rückhand den Sack zu machte und glücklicherweise gleich liegen bleiben konnte.

An diesem Tag besonders hervorzuheben ist sicherlich die geschlossene Mannschaftsleistung und die Unterstützung innerhalb des Teams. Sonst wäre so ein Sieg gar nicht mehr möglich gewesen.



Punkteverteilung: Preuss (1,0), Sachsenweger (1,5), Klein (2,5), Menzel (2,5), Sulek (1,5), Hillmann (0)

   
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