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Historischer Sachsenliga-Auftakt im sächsischen Oberhaus!

Am 03.10.2026 war es endlich so weit: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des TTV Dresden 2007 schlug unsere 1. Herrenmannschaft in der Sachsenliga auf!

Nachdem in der vergangenen Saison der Aufstieg in das sächsische Oberhaus perfekt gemacht werden konnte, wartete nun die neue Realität. Und die dürfte bekanntlich etwas rauer werden als noch in der Landesliga. Das Ziel für die Saison ist daher klar: Klassenerhalt! Bereits nach dem Aufstieg war uns bewusst, dass der Niveauunterschied zwischen Landes- und Sachsenliga ordentlich sein wird. Zum historischen ersten Sachsenliga-Spieltag standen direkt zwei Heimspiele auf dem Programm: Um 14 Uhr gastierte die zweite Mannschaft des TTC Holzhausen, ehe um 18 Uhr der TTV Burgstädt in der Dresdner Neustadt aufschlug.

TTV Dresden – TTC Holzhausen 2

Zum historischen ersten Spiel gingen wir mit Oli, Jakub, Ronny, Tim, Rapha und Robert an die Tische. Holzhausen musste auf zwei Ersatzspieler zurückgreifen. Los ging es mit den Doppeln. Und die funktionierten erstaunlich gut:

Jakub und Tim gewannen gegen Schmiedecke/Kunze glatt mit 3:0. Oli und Robert setzten direkt ein Ausrufezeichen und gewannen durchaus überraschend gegen Schröder/Fischer mit 3:2. Ronny und Rapha rundeten den perfekten Start mit einem 3:1 gegen Blume/Neck ab.

3:0 nach den Doppeln! Kann man als Sachsenliga-Neuling mal so machen.

Oli durfte anschließend gegen Schmiedecke ran. Am Ende behielt Oli mit 11:9 (nach Fehlaufschlag Schmiedecke bei 9:9!) im Entscheidungssatz die Nerven und holte damit den ersten Einzelpunkt unserer Sachsenliga-Geschichte. Jakub legte gegen Schröder bärenstark nach und gewann mit 3:1.

5:0 für den TTV. Kurzer Blick auf die Anzeigetafel. Noch einmal hingeschaut. Ja. Stand da wirklich. Ist der Niveauunterschied zur Sachsenliga etwa doch nicht so groß? Spoiler: Doch.

Holzhausen meldete sich zurück. Ronny unterlag Blume mit 0:3, ehe Tim gegen Fischer einen ganz wichtigen Dreisatzsieg einfuhr. Rapha und Robert mussten anschließend zwei Punkte abgeben. Nach der ersten Einzelrunde stand damit ein durchaus erfreuliches 6:3 auf der Anzeigetafel. „Komfortable Führung“ könnte man meinen. Wer den TTV kennt, weiß allerdings: Wir sind große Freunde davon, unseren Zuschauern auch etwas für den Eintritt zu bieten. Selbst dann, wenn gar kein Eintritt verlangt wird.

Oli lieferte sich anschließend mit Schröder das nächste Fünfsatzduell des Tages. Nach wechselhaftem Spielverlauf ging der Entscheidungssatz mit 11:7 an den Holzhausener. Jakub ließ sich davon wenig beeindrucken. Gegen Schmiedecke gewann er mit 3:1 und stellte auf 7:4. Ronny lieferte sich anschließend mit Fischer einen echten Krimi. Nach 0:2-Satzrückstand erzwang er den fünften Satz, musste sich dort aber denkbar knapp mit 10:12 geschlagen geben. Nur noch 7:5. Tim behielt gegen Blume jedoch die Nerven. Nach zwei umkämpften Sätzen zum Auftakt brachte er das Match letztlich souverän mit 3:1 nach Hause.

8:5! Damit war klar: Der erste Sachsenliga-Punkt der Vereinsgeschichte konnte uns schon einmal niemand mehr nehmen. Aber wenn man historisch unterwegs ist, kann man es schließlich auch richtig machen. Rapha bekam gegen Neck die Chance, den Deckel draufzumachen. Und genau das tat er. Nach einem verlorenen ersten Satz brachte er die Partie mit 3:1 nach Hause. 9:5 – AUS! HEIMSIEG! Roberts parallel laufende Fünfsatzniederlage gegen den lautstarken Kunze änderte daran nichts mehr.

Hier geht´s zum Spielbericht

Der erste Sachsenliga-Sieg der Vereinsgeschichte – direkt im ersten Sachsenliga-Spiel! Die drei gewonnenen Eingangsdoppel erwiesen sich als enorm wichtig. Jakub blieb im Einzel ungeschlagen, Tim steuerte ebenfalls zwei Punkte bei und Rapha durfte letztlich den Sack zumachen. Man hätte jetzt natürlich gemütlich den Gerstensaft trinken und diesen historischen Moment ausgiebig würdigen können. Dummerweise stand da noch ein zweites Punktspiel im Kalender.

Grinsebacken nach dem ersten Heimsieg im sächsischen Oberhaus

TTV Dresden – TTV Burgstädt

Für das zweite Spiel gab es eine Veränderung in unserer Aufstellung: Ronny wurde durch Felix ersetzt. Somit gingen Oli, Jakub, Tim, Rapha, Robert und Felix an die Tische. Die Gäste aus Burgstädt schienen ihre Vorbereitung auf das anstehende Punktspiel derweil etwas anders zu interpretieren als wir. Während wir nach dem ersten Spiel versuchten, die Akkus wieder aufzuladen, wurden bei einigen Burgstädtern bereits vor Spielbeginn die ersten Hopfengranaten gezündet. Eine durchaus interessante Form der Wettkampfvorbereitung. Wir nahmen das wohlwollend zur Kenntnis und rechneten uns insgeheim vielleicht schon einen kleinen konditionellen Vorteil aus.

Was dann passierte, entsprach allerdings nicht ganz unserer wissenschaftlichen Theorie zur leistungsphysiologischen Wirkung alkoholhaltiger Kaltgetränke. Denn Burgstädt legte los wie die Feuerwehr. Und wir eher wie die Freiwillige Feuerwehr nach der Weihnachtsfeier. Alle drei Doppel gingen an die Gäste. Jakub/Tim verloren mit 0:3, Oli/Robert mit 1:3 und Rapha/Felix ebenfalls mit 0:3.

0:3. Nun gut. Kann passieren. Oli verlor anschließend gegen Gebhardt mit 0:3. 0:4. Dann kam Jakub gegen Köhler. Nach vier engen Sätzen behielt Jakub mit 11:9 im letzten Satz die Oberhand und holte unseren ersten Punkt. 1:4. Tim musste anschließend Zirngibl zum Sieg gratulieren. Auch Rapha lieferte sich gegen Zirotzki ein dramatisches Match. Nach 4 umkämpften Sätzen ging es in den Entscheidungssatz. Dort ging es bis in die Verlängerung – leider mit dem besseren Ende für Burgstädt: 11:13.

1:6. Und spätestens jetzt stellte sich eine durchaus berechtigte Frage: Was genau war eigentlich in diesen Burgstädter Kaltgetränken drin? Denn von irgendwelchen motorischen Einschränkungen war auf der anderen Seite des Tisches bislang erstaunlich wenig zu erkennen.

Robert hielt uns anschließend gegen Queck im Spiel. Nach fünf Sätzen ging der Punkt mit 3:2 an Dresden. 2:6. Felix bekam es mit Jacob zu tun, musste sich aber nach fünf Sätzen knapp geschlagen geben.

2:7. nach der ersten Einzelrunde. So langsam sah die Sache eher ungemütlich aus. Doch wer dachte, wir würden nach einem bereits absolvierten Punktspiel und einem 2:7-Rückstand langsam die weiße Fahne hissen, wurde eines Besseren belehrt. Oli eröffnete gegen Köhler die zweite Einzelrunde. Nach einer 2:1-Satzführung kämpfte sich Köhler zurück, holte Satz vier mit 7:11 aus Burgstädter Sicht. Aber Oli bewies Nervenstärke und entschied den fünften schließlich mit 11:6 für sich. 3:7. Jakub legte direkt nach. Gegen Gebhardt gewann er den ersten Satz deutlich mit 11:5, danach entwickelte sich jedoch das nächste Fünfsatzdrama. Beim Stand von 2:2 musste also wieder der Entscheidungssatz her. Und dort wurde es richtig eng: Nach einem 6:10 Rückstand konnte Jakub das Spiel noch mit 12:10 drehen! Insgesamt für Jakub eine 4:0 Einzelbilanz. Extrem starke Nummer!

4:7. Plötzlich war da wieder etwas Leben in der Bude. Tim setzte gegen Zirotzki noch einen drauf. Nach verlorenem ersten Satz folgten drei Satzgewinne in Folge – darunter ein 15:13 im zweiten Durchgang. 3:1 für Tim! 5:7! Aus einem 2:7 war plötzlich ein 5:7 geworden. Sollte hier etwa doch noch etwas gehen? Die Antwort darauf wollte Rapha gegen Zirngibl möglichst mit „Ja“ beantworten. Diesmal ließ der Gegner allerdings wenig anbrennen. Mit 0:3 ging die Partie an Burgstädt. 5:8. Damit fehlte den Gästen nur noch ein Punkt zum Gesamtsieg. Und nun wurde es im hinteren Paarkreuz noch einmal spannend, denn Robert und Felix kämpften parallel um die letzten Dresdner Hoffnungen.

Robert bekam es mit Jacob zu tun. Nach 1:1 in Sätzen behielt anschließend der Burgstädter jedoch die Oberhand und gewann die nächsten beiden Sätze. 1:3 aus Roberts Sicht. Parallel dazu entwickelte sich bei Felix gegen Queck noch einmal ein echter Krimi. Nach verlorenem ersten Satz ging der zweite bis tief in die Verlängerung – mit besserem Ende für Felix. Natürlich ging das letzte Spiel des Tages auch noch einmal über fünf Sätze. Denkbar knapp ging dieses mit 3:2 an Felix. Damit holte er bei seinem Sachsenliga-Einstand direkt seinen ersten Einzelpunkt und den sechsten Dresdner Zähler des Spiels. Insgesamt 6:9.

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Ein Entscheidungsdoppel gab es somit leider nicht mehr. Nach dem zwischenzeitlichen 2:7 hatten wir uns noch einmal ordentlich herangekämpft, doch die Hypothek aus dem völlig missglückten Start war letztlich zu groß.

Nach zwei Spielen stehen somit 2:2 Punkte auf dem Konto. Für den ersten Sachsenliga-Spieltag der Vereinsgeschichte nehmen wir das sehr gerne mit. Nach insgesamt 30 Doppeln und Einzeln, reichlich Fünfsatzdramen und einem kompletten Tischtennis-Nachmittag samt Abend dürfte anschließend jedenfalls niemand mehr ernsthaft Lust auf zusätzliches Konditionstraining gehabt haben. Die Regeneration wurde daher traditionsgemäß mit den vereinsintern seit Jahren bewährten isotonischen Hopfenprodukten unterstützt. Nun heißt es weiter fleißig trainieren, Punkte sammeln und alles dafür geben, dass das Abenteuer Sachsenliga nicht nach einer Saison wieder beendet ist. Direkt nächsten Samstag gehen wir in Tannenberg weiter auf Punktejagd.

Sport frei! 🏓